Nach einem halben Jahr Tansania…

Der stillgelegte Bahnhof von Moshi

Heute vor genau sechs Monaten bin ich in Frankfurt gen Sueden geflogen. Ich weiss noch, dass ich davor seeehr unsicher war, ob das hier gut geht und ob ich hier zurecht komme. Rueckblickend haette es aber nicht besser laufen koennen, vor allem meine Staedtewahl: Moshi ist relativ klein und ueberschaulisch (fuer tansanische Verhaeltnisse, mit Umgebung etwa 1,5 Millionen), hier kennt fast jeder jeden und inzwischen werde ich morgens auf dem Weg zur Arbeit sogar von fast allen Fruehaufstehern mit „Masawe! Mambo vipi?“ (Masawe, wie geht’s?) begruesst, was ich immer sehr nett und herzlich finde.
Ich bin vor allem sehr dankbar, hier Walter getroffen und mich mit ihm angefreundet zu haben. Habe ja speziell anfangs viel ueber nervigen Wohnungs-, Visa- oder Arbeitskram gebloggt, bei dem er mir immer sehr kompetent und selbstlos geholfen hat. Ich glaube, dass es mir ohne seine Hilfe anfangs zu viel geworden waere und ich wieder meine Koffer gepackt haette. Die gemeinsame Bude mit ihm ist immer noch sehr spassig, auch wenn ich mich nicht recht an die etwa fuenf Zentimeter grossen Kakerlaken und noch groesseren Spinnen gewoehnt habe, die aber laut Walter „cute“ sein sollen.
Im Nachhinein bin ich auch froh, ohne andere Volunteers nach Moshi gekommen zu sein, auch wenn das etwas komisch klingt. Aber durch Walter und andere bin ich so eher in Kontakt mit lokalen Leuten gekommen, was irgendwie interessanter ist. Andere Weisse werde ich Deutschland noch genug sehen.

Das Kiswahili ist zwar noch nicht annaehernd fliessend, die basics habe ich aber schon drauf und wenn ich meine inzwischen uebernommene tansanische Gemuetlichkeit noch ueberwinden kann und mich mit der (eigentlich sehr simplen) Grammatik anfreunde, kriege ich das in den naechsten fuenf Monaten auch noch hin.

Im Moment kann ich mir noch nicht richtig vorstellen, dass ich hier mal wieder weg muss. Zeitweise hatte ich mit dem Gedanken gespielt, das Ganze auf insgesamt zwei Jahre zu verlaengern. In dem Fall koennte ich mich aber wahrscheinlich noch schwerer losreissen und auf Uni oder Aehnliches haette dann wahrscheinlich erst recht keine Lust.

Ab naechster Woche bin ich in Arusha, dort wird mit den anderen Volunteers und Leuten von Tafungua ueber die bisherige Zeit reflekiert. Danach besuchen mich zwei Tanten fuer gute zwei Wochen, die ich auf Safari und nach einer Woche in Moshi (mal wieder;) nach Sansibar begleite. Freue mich schon sehr auf die naechsten Wochen, werde Picasa danach auch mit vielen neuen Bildern fuettern.

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2 Responses to “Nach einem halben Jahr Tansania…”


  1. 1 Frieder Mutschler Februar 17, 2009 um 5:21 pm

    Lieber Masawe,

    ich finde das, was du da machst, prima; – inclusive deine homepage.
    Geht dein Studium – später irgendwann – in diese Richtung?

    Gruß
    Frieder Mutschler

  2. 2 masawe Februar 25, 2009 um 5:18 pm

    Tach auch und danke fuer die Blumen. Wegen Studium oder Zukunft bin ich noch nicht so sicher, ich bewerbe mich auf jeden Fall fuer Internationale Entwicklung in Wien und Politik- und Verwaltungswissenschaft in Potsdam oder Konstanz (aber eher Potsdam). Steht aber alles noch in den Sternen, schaumermal.


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