Auf Spendenjagd

Gestern und heute bin ich sehr viel in Moshi rumgekommen. Im Mai ist steigt weltweit das sogenannte „Candlelight Memorial“ (click), eine Art Aids-Tag mit Umzuegen durch die jeweiligen Staedte, vielen Reden und unterschiedlichem Begleitprogramm. In Tanzania findet der diesjaehrige Umzug in Moshi statt und wird von „White Orange Youth“ organisiert. Da sowas jedoch ein groesseres Event ist und nicht in dem Budget von White Orange eingeplant ist, muessen jetzt schon Spender ausgemacht werden. Insgesamt muessen an die drei Millionen Schillinge (etwa 1800 Euros) zusammen kommen (fuer Transport, Kommunikation, Vorbereitung, Miete, etc.).
Deswegen war ich heute und gestern mit einem lokalen Volunteer unterwegs und habe so ziemlich jede Bank und Mobilfunkkette abgeklappert. Wir sind immer ueberraschend schnell zu dem Direktor vorgelassen worden, haben dann uns und unserer Anliegen vorgestellt und versucht, das ganze den Geldgebern auch ein bischen schmackhaft zu machen. Die Spender werden naemlich ueblicherweise in jeder Rede erwaehnt und beklatscht, werden in den Bericht an das Global Health Institute gesetzt, kommen in das monatliche Magazin selbiger Organisation und duerfen sogar noch mit Werbematerial fuer die eigene Firma bei dem Event mitmischen. Bei sehr grosszuegigen Spenden kommt sogar ihr Logo auf das offizielle White Orange/Candlelight-Shirt.
Direkte Zu- oder Absagen haben wir jetzt zunaechst noch nicht bekommen, die meissten Direktoren koennen das nicht eigenhaendig entscheiden und muessen jede Spendengeschichte erst mit der Zentrale in Dar es Salaam (schreibt man mit Doppel-a wie ich neulich ruasgefunden habe) abklaeren. Die Manager waren eigentlich ganz nett, wenn auch immer sehr gestresst und kurz angebunden, was ich eigentlich bei den anderen Tansaniern noch nicht beobachten konnte. Auf jeden Fall konnten alle immer fliessendes Englisch, so dass ich relativ viel machen konnte.

Moshi wird gerade ein bischen „kaelter“. Morgens sind es jetzt nur noch um die 20 Grad und die gewohnten 30-35 Grad kommen jetzt erst gegen Mittagessen. Ist jetzt der Anfang der grossen Regenzeit. War heute das erste Mal seit letztem August wieder in langen Hosen unterwegs. War dann aber doch zu warm;)

John (rechts) ist eines unserer Nachbarskinder, das ein bischen lernschwach ist und dem wir zur Zeit (versuchen) das Zaehlen beizubringen. Hier Walter als Lehrer
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