Archiv für Dezember 2008

Neue Bilder

Eine Freiluft-Schreinerei
Mein Abendessen-Hoeker, der sehr leckere Fleischspiesschen und Kasawa im Angebot hat
Dismas in seinem kleinen Supermarkt in der Naehe der Library
Die Laeden hier werden immer sehr aufwaendig mit verschiedenen Produkten verziert

UN-Tribunal in Arusha

BagosoraTansania ist gerade wieder ein bischen in der Weltpresse. In Arusha, eine knappe Stunde von Moshi entfernt, endete gestern der Prozess gegen Theoneste Bagosora, einen Chefplaner des Voelkermords in Ruanda.

When The Times met Bagosora, then a colonel, on Day 10 of the genocide, he claimed to be deploying the Rwandan Army to stop the killings, despite being surrounded by a smiling group of drunk militia leaders, many of whom wore bloodstained clothes.

click, click, click

Immigration office, die Letzte

Seit heute ist mein Visa fuer „White Orange Youth“ fertig. Habe jetzt erst entdeckt, dass in dem immigration office, etwas versteckt, ein Schild mit der Aufschrift „corruption free zone“ haengt. Musste fast laut auflachen. Ohne Walters connections haette ich etwa  sechs Monate auf den Wisch warten muessen und die doppelte Menge an Schmiergeldern gezahlt. Die Einwanderungspolitik ist scheinbar von Stadt zu Stadt unterschiedlich, die Frewilligen in Arusha hatten so weit ich gehoert habe sehr viel weniger Stress.

Drehtag an der Rau

Hier noch ein kleines Filmchen, dass ich mit meiner Digicam und der 5. Klasse der Rau Primary gedreht habe. Das Ganze ist wahrscheinlich nicht gerade „paedagogisch wertvoll“, in der Klasse haben hauptsaechlich die Jungs das Sagen, die wiederum alle schwere Kung Fu- und Wrestlingfans sind und umbedingt auf Waffeneinsatz und Pruegelszene bestanden haben. Das Englisch mussten wir auch sehr einfach halten. An der Tafel steht uebrigens das Drehbuch, deswegen verrenken die Kinder immer etwas die Koepfe.

Ferien…

Unsere Wachhunde halten Siesta

Von mir gibts im Moment nichts aufregendes zu erzaehlen. Seit dieser Woche ist die Rau bis Anfang naechsten Jahres geschlossen, ich habe zum ersten Mal richtig Ferien und geniesse das super Wetter waehrend auf den Strassen „Stille Nacht“ auf Kiswahili laeuft.

Anfang naechster Woche trudeln dann Timo und Thomas in Moshi ein, ich werde also relativ gesellige Feiertage haben. An Weihnachten sind alle groesseren Staedte menschenleer, jeder besucht seine Verwandten auf dem Land, deswegen nimmt uns Walter an den Feiertagen mit zu Bekannten auf dem Dorf.

Nach Sylvester gehts dann nach Dar es Salam und Sansibar, wahrscheinlich lassen wir uns von couchsurfer beherbergen.

Nach dem Sansibar-Trip geht’s  dann mit White Orange Youth los, bin schon sehr gespannt auf die Arbeit. So wie es bis jetzt aussieht setzten sie mich in das outreach Programm, sodass ich hoffentlich relativ viel rumkomme. Die „Green Mamas“, fuer die ich urspruenglich auch vorgesehen war, warten immer noch Foerdergelder aus Dar es Salam und koennen vorher noch keine grossen Aktionen starten.

Celebration day

In meiner Zeit hier wurde ich bis jetzt zwei Mal auf eine Komunion eigeladen, gestern war der dritte Termin.

Die Komunionsfeiern sind hier immer ein riesiger Anlass. Speziell die Maedchen werden tagelang herausgeputzt und umgestylt, bis es am Ende nach einer Barbie-Hochzeit aussieht. Das befeierte Maedchen gestern trug sogar eine kleine Peruecke.

Der Ablauf von so einem Anlass ist fast immer gleich: Erst wartet man vor der Kirche bis der Bischof die Kinder fertig gesegnet hat, dann faehrt man mit geschmuecktem Auto und Hupkonzert nach Hause. Dort wird dann das Kommunionskind mit viel Gesinge und Getanze empfangen und auf eine Art Podest gesetzt. Es werden alle Gaeste begruest und das Buffet eroeffnet (gestern: viel Pilau, Huehnchen, Ananas, Kochbananen). Wenn alle satt sind, schneidet das Kind den Kommunions-Kuchen an und serviert jedem Gast ein kleines Stueck.

Spaeter kommen noch die Geschenke, die dem Kind tanzend ueberreicht werden muessen.

Als Weisser war ich dort automatisch so was wie ein Ehrengast und musste das kommunierte (?) Maedchen auf die Tanzflaeche bitten. War nicht ganz einfach, ich bin etwa doppelt so gross wie sie. Na ja, habe mich mehr schlecht als recht geschlagen.

Auf jeden Fall war es ein richtig netter Tag, alle waren gut drauf und es gab leckeres Essen en masse. Nach dieser Meldung war der Tag perfekt.

Halima (eine Bekannte Walters) mit kleiner Schwester
mit Walter
Zwei Geschwister des Komunionskindes
Die wartende Verwandtschaft vor der Kirche

 

 
Zwei Brueder von Halima
Das Komunionskind wird zurecht gezupft
Walter beim posen
Ich beim posen

Bilder

Hier noch ein paar Bilder von der Rau Primary und dem couchsurfing-Treffen von vorletztem Wochenende.

Muss uebrigens wegen wiederholter Nachfrage noch klarstellen, dass ich noch andere Shirts ausser meinem „Rock-am-Ring“ Shirt mit nach Tansania genommen habe, auch wenn ich das bisher auf fast allen Bildern anhatte. War aber wirklich immer nur Zufall.

Das Wetter hier ist hier immer noch super, die kleine Regenzeit laesst langsam nach und ich mach’s mir heute (da Feiertag und die Rau geschlossen ist) bei knappen 30 Grad bequem. Habe trotzdem gerade ein bischen Schneetreiben auf dem Blog fuer die deutschen Leser aktiviert.

Morgenapell an der Rau


Ende des Apells


Der Kilasiya See vor Arusha

Walter


Baraja (der uns in Arusha beherbergt hat), Walter und ich auf dem Campus seiner Uni

Das Couchsurfing-Treffen im „Via Via“, einem Cafe in Arusha

Automatische Benachrichtigungen wird’s wahrscheinlich nicht mehr geben. Um das auf wordpress zu installieren, muesste ich mir eigenen webspace anmieten, was mir von hier aus etwas zu stressig ist.