Heute konnte ich endlich den ganzen Visa Kram fuer das Kilicentre abschliessen. Nachdem ich Saetze aus meinem Abizeugnis wie „Die Vereinbarung ueber die Abiturpruefung der neugestalteten gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II“ ins Englische uebersetzen musste, brauchte das Ganze noch Stempel und Unterschrift von einer anerkannten Person, als Beispiel hatte uns das immigration office einen Pastor genannt. Letzte Woche bin ich dann in teuren Taxen mit Walter durch Moshi und Umgebung gefahren und habe drei Geistliche aufgesucht, von denen es hiess, dass sie ein paar Brocken deutsch sprechen wuerden und damit meine Uebersetzung bestaetigen koennten. Das stellte sich aber immer nur als Geruecht heraus. Und schliesslich haben wir erfahren, dass man selbst mit der Unterschrift eines Geistlichen noch zusaetzlich die Bestaetigung eines Anwalts braucht.
Gerade eben hat ein Anwalt das Ganze fuer teures Geld unterschrieben. Der kann zwar kein deutsch, ist aber ein hoehers Tier und hat deswegen von dem immigration office nichts zu befuerchten.
Im Moment bin ich von dem ganzen Gehetze nur noch genervt. Die Verwaltungsleute hier sind zwar jederzeit bestechlich, aber gleichzeitig penibler als deutsche Buerokraten.
Michael, mein Chef beim Kilicentre, zieht es nun doch lieber vor, dass ich erst anfange wenn mein Visa vom immigration office kommt. Zur Zeit arbeite ich also noch bei der Rau und mache nebenher die Spendengeschichten fuer das Kilicentre.
Nachdem ich heute alle Unterlage abliefern konnte, kriege ich mein Visa vorraussichtlich Ende dieser oder Anfang naechster Woche. Erst hatte ich geplant, im Kilicentre und bei dem „White Orange Youth“ Projekt gleichzeitig zu arbeiten. Doch da das visa-technisch unmoeglich ist, arbeite ich jetzt wohl fuer 3 Monate beim Kilicentre und den Rest meiner Zeit bei den „Green Mamas“ und „White Orange Youth“ gleichzeitig (die Green Mamas gehoeren wie die Rau Primary zu dem Education Department und bestehen auf kein Visa).
Gestern habe ich meinen dritten Wasserfall-Trip unternommen. Ich und Walter sind inzwischen beide Mitglieder bei „couchsurfing„, ein riesiges weltweites Netzwerk aehnlich wie myspace oder facebook, das hauptsaechlich Uebernachtungsgelegenheiten vermittelt (Wiki). Gestern waren zwei CS-Mitglieder in Moshi (ein Ingenieur aus Barcelona und ein Informatiker aus Arusha) mit denen wir dann zu den Kilasiya Wasserfaellen aufgebrochen sind. War ein super Tag, in dem Fluss konnte man sogar baden (habe gehoert, dass in Deutschland inzwischen der erste Schnee faellt, das nur neben bei)
Hier neue Bilder, eins von der Rau, der Rest von den Kilasiya Wasserfaellen:

Von Tansania

Von Tansania

Von Tansania

Von Tansania

Von Tansania

Von Tansania
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2 Responses to “”


  1. 1 Matze November 25, 2008 um 12:41 pm

    echt coole fotos und ich hoffe dass du es bald überstanden hast mit der visa

  2. 2 Masawe November 25, 2008 um 1:04 pm

    Danke an meinen bisher kommentarfreudigsten Leser.
    Der Visa Kram ging heute in die Verlaengerung: Das immigration office hat beanstandet, dass ich keine Ausbildung in Sachen Fundraising habe und ich sollte sie doch deswegen nochmal mit 100 000TSH (etwa 70 Euros) schmieren, sonst wuerden sie mein Visa ablehnen. Vllt. kann ich dem aber entgehen, stellt sich morgen raus.


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