Original born African managing America

Seit letzter Woche arbeite ich jetzt beim Kilicentre. Das Kilicentre liegt in einem kleinen Wald mit Panorama Blick auf den Kilimanjaro (in der Naehe des KCMC, dem groessten Krankenhaus in Moshi). Die Anfahrt ist noch etwas gewoehnungsbeduerftig, es geht nur bergauf und mit dem Rad brauche ich etwa immer eine halbe Stunde. Bisher habe ich Michael, den Chef, ein bischen ueber das Kilicentre interviewt und an moeglichen Spendenplaenen geschrieben. Hauptsaechlich geht es darum, von einem Teil der Spenden die laufenden Kosten (Essen, Wasser, Strom, Miete, etc.) aufzufangen und von dem anderen Teil Geschaeftsideen zu finanzieren, die das Kilicentre unabhaengiger von Spenden machen wuerde (z.B eine Mittagskueche fuer die umliegende Dorfbevoelkerung oder Programme fuer Touris). Ich bin noch nicht sicher, ob und wie gut das klappt, versuche halt mein moeglichstes. Gerade habe ich einen Redakteur der HZ, unserem lokalen Blatt in Hechingen, wegen einer moeglichen Spendenaktionen angemailt.

Neben dem Kilicentre werde ich bald auch fuer ein Aids-Projekt namens „White Orange Youth“ arbeiten. „White Orange Youth“ arbeitet mit lokalen und auslaendischen Volunteers und klaert an Schulen und Doerfern in der Umgebung ueber Hiv/Aids auf. John Kessy, Gruender und Chef der Organisation, hat erzaehlt, dass es sein Projekt nicht immer ganz leicht hat. Viele aeltere Menschen halten Aids fuer die Strafe Gottes und die Lehrer genieren sich zu sehr, als dass sie ihren Schuelern etwas, das mit Sex zu tun hat, erklaeren wollen (meisstens mit der Ausrede, dass man durch Hiv/Aids-Aufklaerung jenes „ungezogene Verhalten“ nur noch interessanter fuer Schueler macht).
Da John unbedingt deutsch lernen will und er mir auch Swahili beibringen kann, werde ich wohl bald regelmaessigen Sprachunterricht geben/bekommen. Bis jetzt spreche ich noch ein sehr einfaches Swahili, kann damit einkaufen, essen gehen und ein wenig plaudern. Fuer laengeres Reden fehlt mir aber noch die Grammatik.
In Moshi ist nach der US Wahl ein Faehnchenhype wie waehrend und nach der WM 2006 in Deutschland ausgebrochen. An jedem zweiten Auto und Fahrrad hangt jetzt eine US Fahne. Obama ist seit kurzem die Abkuerzung fuer „Original Born African Managing America“ (auch wenn das nicht ganz wahr ist).
Wenn alles klappt, ist mein Volunteer Visum am Donnerstag endlich fertig. Diese Woche verbringe ich hauptsaechlich mit Behoerdengaengen zum immigration office und zu Wechselstuben (fuer mein Visa werden nur US Dollar akzeptiert). Bin sehr froh ueber Walters gute Verbindungen ins immigration office. Normalerweise muesste ich fuer das Jahresvisum etwa 600 USD zahlen und bis zu sechs Monate warten (bis die Unterlagen wieder aus Dar es Salam zurueckkommen). Durch Walters Deal zahle ich jetzt 300 bis 400 USD und bekomme den Stempel in wenigen Tagen.

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