Kilicentre, Rau Primary

Nachdem ich mich in Moshi nach anderen Stellen umgesehen und beworben habe, hat mich vorgestern das Kilicentre angenommen. Das Kilicentre ist ein Heim fuer Waisen und Strassenkindern, etwas ausserhalb von Moshi. Da die meissten Kinderheime hier NGOs sind und keinerlei staatliche Unterstuetzung bekommen, sind sie sehr stark auf Spenden und Volunteers angewiesen, speziell aus dem Ausland. Ich werde dort deswegen als ein Art Fundraiser arbeiten und Organisationen und Firmen in den Industrielaendern um Unterstuetzung anschreiben. Ich soll auch an Konzepten mithelfen, wie man das Kilicentre erweitern kann, geplant ist z.B eine integrierte Primary und Secondary School, die von den Heimkindern und anderen Kindern aus Moshi besucht wird. Ausserdem haben sie mir noch angeboten, ein paar Spiel- und Sportaktivitaeten mit den Kindern zu machen, z.B eine Taekwondo Ag. Bis jetzt sind die Kinder tagsueber immer in Primary und Secondary Schools in Moshi, deswegen waere solche Sportprojekte eher nachmittags oder Abends.
Bin gerade noch am gucken mit welcher Variante ich am wenigsten fuer mein Arbeitsvisum zahlen muss (bis jetzt bin ich offiziell nur Tourist), wenn alles glatt geht bin ich aber schon naechste oder uebernaechste Woche beim Kilicentre.

Die Arbeit an der Rau macht mir inzwischen viel mehr Spass. Ich bin inzwischen immer fast den ganzen Vormittag in Klassen und danach meistens sehr erschossen. Die Kinder sind zwar nett und zum Glueck noch nicht in der Pupertaet, doch die Klassen sind immer sehr gross (etwa immer um die 50 Schueler) und ich kann hier nie irgendwelche visuellen Hilfsmittel anwerfen und mich zurücklehnen. Mit Spielen kann man sie ganz gut bei Laune halten, habe ihnen neulich Galgenmännchen beigebracht, um mit ihnen englische Rechtschreibung zu ueben. Lasse sie gleichzeitig den geratenen Begriff an die Tafel malen. Hier mal drei Fotos aus der Klasse:

Von Tansania

„Grandmother“

Von Tansania

Hier sollen sie ihren dicklichen Rektor malen, ein sehr netter Typ

Von Tansania

Walter hat von irgendeiner Organisation den Auftrag bekommen, 20 Hiv-infizierte Kinder in Moshi zu besuchen, sie zu interviewen und Fotos zu machen. Das ganze hat scheinbar den Sinn, dass nach der Auswertung den Kindern finanziell und medizinisch geholfen wird, z.B mit Uebernahme der Schulgebuehren oder mit kostenlosen Medikamenten. Ich begleite ihn zur Zeit immer zu den Familien und mache die Fotos. Ist zwar interessant, aber gleichzeitig sehr deprimierend. Keines der Kinder kann etwas fuer seine oder ihre Infektion, alle wurden waehrend der Geburt infiziert. Auch wirken sie immer sehr reif fuer ihr Alter, den meissten ist ihre Krankheit bewusst und wissen, dass sie kein langes Leben haben werden.
Wenn wir damit fertig sind, schreibe ich nochmal was laengeres und lade auch Bilder hoch.
Bilder von der neuen Superwohnung gibt’s auch bald, letzte Woche ging jedoch dank meiner Grobmotorik meine Digicam kaputt und musste repariert werden. Gestern hat sie sich im Internetcaffee wieder einen Virus eingefangen, muss das Ding deswegen erstmal scannen.

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